Ursprünge

Wer ein­mal in Paris ist und über den Cime­tiè­re de Mont­mar­t­re schlen­dert, wird neben den Grä­bern eini­ger ande­rer bekann­ter Per­sön­lich­kei­ten auch die­ses Grab fin­den, das regel­mä­ßig von unbe­kann­ten Besu­chern mit Blu­men geschmückt wird. Hier ruht Alp­hon­sine Ples­sis, die unter dem Namen Marie Duples­sis eine zu ihrer Zeit bekann­te Kur­ti­sa­ne war und die Alex­andre Dumas fils, der bis zu ihrem Tod im Jah­re 1847 einer ihrer Ver­eh­rer war, als Vor­bild für die ers­te lite­ra­ri­sche Grund­la­ge der Tra­viata dien­te – die Dame aux Camé­li­as, der Kame­li­en­da­me, die zuer­st als Roman im Jah­re 1848 das Licht der Welt erblick­te.

Schon die reel­le Per­son (und in der Fol­ge auch Mar­gue­ri­te Gau­tier, Dumas’ Prot­ago­nis­tin) war dafür bekannt, dass sie regel­mä­ßig Kame­li­en und ande­re Blu­men bei sich trug. Wäh­rend Dumas den dis­kre­ten Man­tel des Schwei­gens über den mög­li­chen Grund leg­te, kann man anneh­men, dass sie dies aus einem rela­tiv prak­ti­schen Grund tat, um ihren Ver­eh­rern mög­li­che Unpäss­lich­kei­ten anzu­zei­gen: Wei­ter­le­sen

Nach meinem Studium der Linguistik und Literaturwissenschaft an der Uni Bielefeld stieß ich eher durch Zufall zum Projekt Zauberflöte dazu; und bin den Gesangs- und Opernproduktionen des Orchesters seither treu geblieben.