Wie kriegen die eigentlich so viele Leute koordiniert, damit am Ende eine fertige Opernproduktion entsteht? Wer unseren Blog aufmerksam verfolgt, hat ja schon mitbekommen, wie viel Arbeit in den Vorbereitungen steckt (die man bei der Aufführung dann gar nicht mehr sieht) und wie viele Menschen an dem Projekt Oper im Audimax  beteiligt sind. Beispielhaft zu nennen sind Regisseur, Dirigent, Kostümbildner, kreative Köpfe für das Bühnenbild, die Solisten, die Orchestermusiker, der Fotograf und der Chor. Berufstätige, Schüler, Studenten, sie alle müssen koordiniert werden, um gemeinsame Probentermine zu realisieren. Ping -  ich habe eine E-Mail: „Lieber Chor, ich habe einen Doodle-Link mit Terminvorschlägen erstellt. Bitte tragt euch schnell ein, damit ich die Probe festsetzen kann. Vielen Dank, eure Lara.“ Pflichtbewusst versuche ich den gesendeten Link zu öffnen und es passiert … nichts. Danke Technik! Also geschwind eine Mail geschrieben: „Liebe Lara, ich würde mich gerne eintragen, aber ich kann den Link nicht öffnen…“ Neben den technischen Schwierigkeiten kommen dann auch noch die Termine jedes Einzelnen garantiert irgendwann einmal in die Quere der Projektleitung. Und kommunizieren sollte man das ja auch noch möglichst schnell. Was wir als ‚einfach nur Mitwirkende‘ gar nicht mitkriegen, ist die viele Zeit, die es das Organisationsteam kostet, uns alle unter einen Hut zu bekommen.

Knapp eine Woche vor dem nächsten festgesetzten Probenwochenende kommt die nächste Rundmail ins Postfach geflattert. Im Anhang eine genaue Übersicht wer wann am Samstag und /oder am Sonntag in der Universität sein muss. „Ach ja, könnten einige bitte etwas backen? Wir brauchen Verpflegung. Am Sonntag können wir etwas bei einem Bringdienst bestellen. Bitte gebt an, was wir für euch bestellen sollen.“ Wir befinden uns in der vorlesungsfreien Zeit, da ist der Mensabetrieb nur eingeschränkt verfügbar. Da so ein Probentag aber ganz schön viel Kraft kostet, muss also auch die Verpflegung geregelt werden. Wieder passieren Dinge im Hintergrund, die die meisten von den Beteiligten gar nicht mitbekommen. Wie durch Zauberhand hat sich alles geregelt - oder doch eher durch minutiöse Planung im Verborgenen?  😉

Ein anderes Element, welches Organisation erfordert, ist die Logistik. Die Wittener-Fraktion des Chors kann ein Lied davon singen… oder doch eher einen Ohrwurm im Gepäck mitbringen? Libiamo, libiamo ne’ lieti calici, che la belleza infiora…  Die Mitglieder des Wittener Chores sind trotz des weiten Weges immer da. Und auch die Solisten wohnen nicht alle um die Ecke. Jeder einzelne steckt viel Zeit und Muße in dieses Projekt, damit es ein voller Erfolg werden kann. Und wenn dann alle erst einmal vor Ort sind, kann die eigentliche Arbeit… der eigentliche Spaß erst beginnen. Aber davon berichten wir ein anderes Mal.